Jeans for Jesus – die Zerreissprobe

Ich wollte eigentlich nicht darüber sprechen …

Als ich vor circa einem Jahr auf eine Bühne kletterte, passierte es: RAAATSCH! Meine Jeans hatte im Schritt einen grossen Riss. Das Loch war zum Glück von vorne nicht direkt sichtbar, niemand bemerkte es im Verlauf des Abends.

Ich nahm es mit Humor.

Ich kaufte neue Jeans – graue statt blaue. Wenige Monate später: RAATSCH! Ich fragte mich in Gedanken: Habe ich ein Problem? Bewege ich mich falsch? Für diese Qualität zahle ich fast 100 Franken?

Es blieben Gedanken. Ich nahm es mit Humor.

Ich kaufte neue Jeans – schwarze statt graue. Es war noch kein halbes Jahr seit dem Kauf vergangen: RAATSCH! Mein Geduldsfaden war ein erstes Mal gerissen! DAS KANN DOCH NICHT SEIN!?

Ich nahm es nicht mehr mit Humor.

Es muss ja eigentlich an mir liegen … Was mache ich falsch? Menspreading? Spreize ich meine Beine zu stark beim Sitzen im Zug oder am Bürotisch? Habe ich meine Hosen falsch an? Ich verdrängte alle diese Fragen und kaufte mir neue Jeans. Blau, wie man sie kennt. Ein Modell mit elastischem Jeans-Stoff und etwas enger geschnitten. Da kann nichts mehr schiefgehen.

Denkste! Vor einigen Tagen: Ich merkte es im Moment des „RAATSCH“ gar nicht. Am Abend zuhause auf dem Sofa dann: „Schaaatz?!?“ „Ja?“ Ihr Blick auf meine Jeans. „Ned im Ärnscht?“. Doch, tatsächlich! Dieses bequeme, elastische, blaue Ding im Wert von 98.90 Franken hat einen Riss.

Ja sogar zwei kleine Risse: „RIITSCH, RAATSCH!

Ich bin frustriert.

Jetzt will ich es wissen:

Anschlussfrage:

Naja, meine momentane Lehre aus dieser Zerreissprobe: Jeans for Jesus – ich trage nur noch Chinos.

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