Fussball-WM-Song – was früher besser war

Als ich in der Push-Nachricht „offizieller WM-Song“ und „DJ Antoine“ las, öffnete ich den Artikel nicht. Später am Abend tue ich es.

Das ist nur die kurze Vorschau-Version, aber ich bereue es.

Es ist nach 23 Uhr: Im TV läuft die Verlängerung zwischen Salzburg und Marseille in der Fussball Europa League. Mir schwirren Fragen durch den Kopf:

Was soll ich vom aktuellen WM-Song „Olé Olé“ (DJ Antoine ft. Karl Wolf & Fito Blanko) halten?

Ich stelle mir vor, wie Hans-Ueli mit seiner Elsbeth in der Stube die Hüfte zu „Olé, Olé, Olé!“ schwingt und mit der Quöllfrisch-Dose im Wohnzimmer herumspritzt, weil Valon Behrami in der 5. Spielminute die Schweiz gegen Brasilien in Führung schiesst. Danach stelle ich mir vor, wie nach dem Spiel die Brasilien-Fans den 5:1-Sieg hämisch mit „Olé, Olé, Olé!“ feiern.

Wird mich dieser „Olé, Olé!“-Song jetzt verfolgen?

„NzNzNz Olé, Olé, Olé, NzNzNz Olé, Olé, Olé“ – Nein, niemals!

An welche frühere Songs zur WM oder EM erinnere ich mich?

„Weisch no, de EM-Song 2008? Ja klar, Baschi‚ Chum bring en hei. E Klassiker!“ Der Klassiker hier in einer modernen Version, aber immer noch zum Mitsingen:

Moment, da war doch noch etwas früher ein Song von Gimma. Erinnerst du dich an den Titel?

Ich gebe zu, ich wusst den Titel auch nicht mehr. Aber die Zeilen „Buch ine, Bruscht use und e Hand ans Herz“ schlummerten noch in mir. Hier das ganze Stück Schweizer Fussballgeschichte:

Ach, diese zwei Lieder sind genauso toll, wie der Fussball damals – ohne Videobeweis, ohne Torrichter.

Es ist 00.30: Das Spiel zwischen Salzburg und Marseille ist schon lange zu Ende. Marseille schoss das entscheidende Tor nach einem Eckball, der keiner hätte sein dürfen. Ein Marseille-Spieler lenkte den Schuss ins Aus – Fehlentscheid.

Gimma so: „Free, Beni Huggel!“
Baschi so: „Schiri, ich weiss wo dis Auto stad!“

DJ Antoine so: „Olé, Olé, Olé!“

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