Ein Stück Mlinarevic

Der 34-jährige Nenad Mlinarevic kocht im Restaurant „focus“ im Park Hotel Vitznau. Am Montag wurde er von „Gault Millau“ mit dem 18. Stern und als „Koch des Jahres“ ausgezeichnet.

„Das ganze Team ist extrem stolz“, so der frischgebackene Koch des Jahres. Im gleichen Atemzug sagt Nenad Mlinarevic: „Mit diesen Auszeichnungen steigen auch die Erwartungen. Für mich ist das ein zusätzlicher Ansporn, noch besser zu werden.“ Diese Lorbeeren sind das Resultat aus einem mutigen Schritt und kontinuierlich harter Arbeit. Seit dem Frühjahr 2015 setzt Mlinarevic zusammen mit seinem Küchenteam ausschliesslich auf Produkte aus der Schweiz.

Sternekoch Nenad Mlinarevic

Unter den Restaurants in der selben Klasse ist das eine Neuheit und für den Koch eine grosse Chance, seine Kreativität und Fantasie auszuleben. Wichtig ist dem 34-jährigen aber vor allem eines: „Ich kann den Gästen ein Stück Schweiz, ein Stück Region und auch ein Stück von mir servieren. Dass ist genau das, was ich will.“ Dass seine Idee und die Umsetzung so gut ankommen, ist für Mlinarevic eine grosse Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg ist.

Viel Lob

Urs Heller, Chef des „Gault Millau“, sagt über die Wahl Mlinarevics zum Koch des Jahres: „Nenad hat in den letzten Monaten seine eigene Handschrift gefunden. Die Konzentration auf Schweizer Produkte ist für ihn eine grosse Herausforderung. Aber er weiss jetzt, wohin er will. Dafür zeichnen wir ihn gerne aus.“ Auch Urs Langenegger, General Manager des „Park Hotel Vitznau“, ist erfreut: „Wir sind unglaublich stolz auf Nenad, dass er ‚Koch des Jahres 2016‘ ist! Wer zu uns kommt, weiss, dass ihn neben einem aussergewöhnlichen Hotel-Erlebnis auch kulinarisch Grosses in jeglicher Hinsicht erwartet.“


„Die Gäste sollen regionale Spezialitäten geniessen,
die ihnen in Erinnerung bleiben.“

Nenad Mlinarevic, Sternekoch


Was zeichnet den Stil von Nenad Mlinarevic neben Schweizer Produkten sonst noch aus? „Ich will mich auf Produkte und die Zubereitung konzentrieren und beim Anrichten einfach bleiben. Am Ende geht es ja darum, wie das Essen schmeckt und nicht, wie schön es ausgesehen hat.“ Neben diesen neusten Auszeichnungen zeigen ihm auch die Gäste im Restaurant „focus“ Anerkennung: „Das Feedback war stets gut und hat mich umso mehr motiviert, weiter zu machen. Die Gäste sollen regionale Spezialitäten geniessen, die ihnen in Erinnerung bleiben.“ Bestimmt ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird Nenad Mlinarevic der Titel „Koch des Jahres 2016“. Viel Zeit zum Feiern bleibt aber momentan nicht. Neben vielen Medienterminen steht er natürlich wie gewohnt weiterhin mit viel Leidenschaft in der Küche.

Aus dem Kochtopf des besten Schweizer Kochs 2016

Salat oder Suppe? Salat. Ich esse täglich Salat, am liebsten bunt gemischt. Was mögen Sie gar nicht? Schnecken kann ich wirklich nicht ausstehen und habe sie auch noch nie probiert. Ihr Lieblingsessen? Ich mag Fisch super gern und dazu frisches Gemüse. Wieso sind Sie Koch geworden? In der Schnupperlehre hat mich der Beruf Koch sofort gepackt. Seitdem lebe ich mit dem "Kochfieber". Was kocht ihre Mama am besten? Sie lässt jeweils ein ganzes Poulet im Backofen auf Kartoffeln ziehen – ein Genuss.
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